Historik:
Das Land Dranora ist ein recht junges Land, und wurde vor ungefähr 150 Jahren, nach dem großen Sieg von Cairos Draconis gegen das letzte Aufgebot der marodierenden Katzenwesen, ausgerufen. Nach einigen weiteren Jahren der Wirre, in denen sich einige Landbesitzer und Händler der Führung der Draconisfamilie widersetzten kehrte Ruhe ein und kurze Zeit später wurde Cairos Draconis wegen seiner herausragenden Leistungen im Krieg gegen die Tiermenschen zum ersten König von Dranora ausgerufen. In den folgenden Jahren ordnete er das Reich und stellte so die Weichen für das heutige Dranora. Nur zwei weitere Ereignisse erschütterten die relative Ruhe, die Dranora bis heute genießt, einmal der gewaltsame Tod von Andros Draconis, dessen Hintergründe bis heute nicht geklärt sind und zum zweiten die zunehmende Übergriffe durch wilde Ork- und Tiermenschenstämme, die die östlichen Gebirgsausläufer Dranoras heimsuchen.
Religion:
Da die Ursprünge der Bevölkerung Dranoras in allen Himmelsrichtungen liegen gibt es keine Hauptreligion. Vor allem die politischen Kreise drehen ihr Fähnlein nach dem Wind, so dass religiöse Gruppen von einem Tag zum anderen von politisch Verfolgten zu anerkannten Mitgliedern der Gesellschaft werden.
Wirtschaft:
Die Witschaft Dranoras basiert vor allem auf Handel und Fertigung. Durch das Fehlen von Seehäfen ist handeln mit weiter entfernten Ländern äußerst selten, so dass auch exotische Güter nur den gut situierten Bürgern vorbehalten sind. Der Rohstoffreichtum der dranoranischen Berge, vor allem was Eisen betrifft, hat eine ausgeprägte Schmiede- und Bergbauwirtschaft zur Folge, die sich zwar nicht mit Schmiedearbeiten von Zwergen messen können, aber durchaus einen soliden Ruf genießen, der einen lukrativen Export sicherstellt. Der größte Abnehmer bleibt aber die dranoranische Armee, die einen Großteil der produzierten Waffen und Rüstungen aufkauft. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Ackerbau, der in den letzten Jahren durch diverse Versorgungsengpässe immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.
Herrschaftssystem:
Dranora wird von einer Königsdynastie regiert, die absolutistisch regiert und deren Erbfolge klar festgelegt ist. Dabei gibt es keinerlei geschlechtliche Unterschiede, die Abstammung ist der ausschlaggebende Faktor. Da die Draconisfamilie noch keine schweren Krisen wie einen König ohne Erben oder Bastarde erlebt hat, sind hierfür auch noch keine Präzedenzbeispiele bekannt. Da kein Herrscher allein regieren kann, hat sich das Lehenssystem als feste Stütze der Monarchie etabliert, so dass Dranora in mehrere Fürstentümer aufgeteilt ist, welche vom Adel genauso absolutistisch regiert werden wie das gesamte Reich vom König.

Militär:
Das Militär nimmt eine zentrale Rolle in der Gesellschaft Dranoras ein, viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind auf die militärische Präsenz abgestimmt. Der größte Teil der Steuer- und Zolleinnahmen fließt in das Militärwesen, genauso wie jedes zweitgeborene Kind einer Familie in die Obhut des Militärs genommen und dort erzogen wird. Auch viele später geborene Kinder schlagen die Militärlaufbahn ein, da nur das erstgeborene Kind, sei es Tochter oder Sohn, den Besitz der Eltern erbt. Der größte Teil der Truppen besteht aus Infanterie, die restlichen Truppenkontingente spielen nur eine untergeordnete Rolle. Eine besondere Erwähnung verdienen die Uruk’Hai-Einheiten Dranoras, die speziell von der Magiergilde gezüchtet als schwere Infanterie den Feinden Dranoras das fürchten lehren. Dranora unterhält derzeit 13 Legionen.
Magie:
Zusätzlich zu den Fürstentümern gibt es eine weitere Stütze der Monarchie, nämlich die königlich magische Hofakademie Dranoras. Diese für Außenstehende undurchsichtige Institution bekam, im Gegenzug für die Loyalität gegenüber dem König, weitreichende Privilegien, wie zum Beispiel die Garantie, jedes magisch begabte Kind ausbilden zu dürfen. Auch pocht sie auf ihr Monopol in der Ausübung von Magie, so dass außer dem Militär und der Magiergilde niemand in Dranora über magisch Begabte verfügt, die klerikale Magie außen vor gelassen. Die größte Errungenschaft der Magierakademie ist die Züchtung der Uruk’Hai, einer Rasse von Kriegern die dem Reich schon oftmals zum Sieg verholfen haben. Allerdings sind in letzter Zeit Gerüchte aufgekommen, dass die Magier die Uruks für ihre eigenen Zwecke einsetzen und ein unterschwelliges Misstrauen zwischen Adel und Akademie gibt Anlass zur Sorge.
Politik:
Dranora ist eindeutig expansionistisch veranlagt, was sich in etlichen Grenzkriegen niederschlägt. Dies resultiert einerseits aus einem Überlegenheitsgefühl das der typische Dranoraner gegenüber anderen Reichen hat und zum anderen aus der Überzeugung heraus, dass Dranora mindestens einen Zugang zum Meer haben sollte. Besonders heikel ist hier die Situation an der östliche Grenze zum benachbarten Butzen, aufgrund der Gerüchte über einen angeblichen Vormarsch von Untoten.
Rassen:
In Dranora gibt es überwiegend Menschen, in den meisten Gebieten fast ausschließlich. Andere Rassen sind nur bei Händlern in den großen Städten oder in Adelshäusern anzutreffen, sind aber dank einer soliden Allgemeinbildung nicht unbekannt. Tiermenschen sind in Dranora nur in Ketten, enthauptet oder auf Pfählen aufgespießt anzutreffen. Generell werden andere Rassen eher misstrauisch beäugt. In der Armee Dranoras sind vorwiegend auch Orks, gelegentlich aber auch andere Fremdrassen, wie die in Dranora heimischen Zwerge, zu finden. Aufgrund eines Verdrängungsprozesses (immer mehr Orks werden durch die loyaleren und einfacher zu kontrollierenden Uruk’Hai ersetzt) und der Überfälle von wilden Orkstämmen im Osten des Landes befindet sich auch diese Rasse auf dem absteigendem Ast.

Traditionen:
Es gibt nur wenige offizielle Feiertage in Dranora, zu denen die Geburts- und Todestage der Könige oder anderer wichtiger Personen der Draconisfamilie zählen. Auch die Daten großer Siege werden gefeiert.
| Sieg über die Katzenmenschen : |
25.05.000 n.G.d.R. |
| Krönung Königs Cairos Draconis : |
27.05.000 n.G.d.R. |
| Erfindung der Uruk’Hais durch Tim Isenberg : |
03.09.088 n.G.d.R. |
| Krönung Königs Ceoran II Draconis : |
06.06.142 n.G.d.R |
Traditionell werden die Feierlichkeiten zur Krönung Carios Draconis und der Sieg über die Katzenmenschen zu einer großen dreitägigen Feierlichkeit zusammengefasst.
Nationalhelden:
Der unangefochtene Nationalheld ist der Gründer Dranoras, Cairos Draconis. Neben ihm wird noch Tim Isenberg, der Hauptverantwortliche für die Entwicklung der Uruk’hai, vor allem von der gebildeteren Schicht als Held gefeiert.
Allgemeiner Wohlstand:
Der Wohlstand Dranoras lässt sich grob in vier Schichten aufteilen, wobei das Königshaus außer acht gelassen wird.
- Die Adelshäuser, die Magierakademie und die großen Handelsgilden. Diese drei Vertreter besitzen einen Großteil der Güter Dranoras und wäre in der Kultur nicht ein relativ spartanischer Stil etabliert, so könnten sie sich sehr wohl Paläste leisten, die so manchen Herrscher vor Neid erblassen lassen würden.
- Die Großgrund- und Minenbesitzer. Dieser Teil der Bevölkerung besitzt meistens mehrere Minen oder große Stücke Land, die bei Bedarf natürlich vom König eingezogen werden können. Die Einnahmen reichen nicht um sich zum Beispiel eine Burg zu bauen, aber ein gewisser Luxus lässt sich damit bezahlen.
- Handwerker, wohlhabende Bauern. Der Großtteil der Bevölkerung. Es reicht zwar nicht um großartig Reichtümer anzuhäufen, eine mittelgroße Familie lässt sich damit aber auf jeden Fall versorgen.
- Bauern, Tagelöhner, Bettler. Dieser Teil der Bevölkerung verdient gerade so viel, dass er sich über Wasser halten kann. Auch ist er in der Gesellschaft nicht sehr gern gesehen und wenn Bedarf an Truppen besteht, werden vor allem die großen Städte von solcherlei Gesindel gesäubert und an die Front geschickt.
Vorherige Zivilisationen:
Dass es auf den Land Dranoras andere Zivilisationen gab, steht außer Frage, allerdings hält sich die Magierakademie bedeckt, was etwaige Erkenntnisse angeht. Jüngsten Gerüchten zu Folge sollen hier Elfen gehaust haben.
Stand der Technik:
Die technologische Entwicklung Dranoras unterscheidet sich in keinster Weise von der anderer Reiche, allerhöchstens eine geringfügig bessere Gieße und Schmiedetechnik ist zu erkennen, allerdings nichts Ausschlaggebendes.
Wertschätzung von Kunst/Kultur:
Kunst und vor allem Kultur sind für das Volk nicht wirklich notwendig. Das ist jedenfalls die vorherrschende Meinung in den oberen Klassen und diese wird auch durchgesetzt. Zwar werden den jungen Dranoranern, zumindest in der Stadt ein Mindestmaß an Bildung zugestanden, aber auch nur um eventuelle Talente auszumachen und dann gezielt am Hof des Fürsten oder innerhalb der Magierakademie zu fördern.